Cube Berlin - Foto von Leon Seibert auf Unsplash

Smart Office: Was kann das intelligente Büro?

von | 26 Okt 2020 | Zukunftsthemen und Trends | 0 Kommentare

Ob der smarte Mülleimer, der selbständig ans Entleeren erinnert oder die automatisierte Regulierung der Raumtemperatur – Smart Home-Anwendungen haben schon lange Einzug in privaten Wohnraum gehalten und sorgen so für große Erleichterungen im Alltag der Nutzer. Nicht nur im Bereich Wohnen sind smarte Lösungen gefragter denn je, auch am Arbeitsplatz bieten sie einen Mehrwert für Mitarbeiter und Unternehmen. Das Smart Office soll nicht nur das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter steigern, sondern die Büroräume auch sicherer und nachhaltiger machen.

Smart Office: Eine kurze Definition

Die Bezeichnung Smart Office umfasst technische Systeme, die über das komplette Büro hinweg miteinander verbunden sind. Hierzu gehören beispielsweise praktische Bürohelfer wie digitale Whiteboards oder intelligente Sitz-Steh-Tische, die an Haltungswechsel erinnern, wenn diese ausbleiben. Zusätzlich ist die Automation von Gebäudemanagement- und Sicherheitssystemen von großer Bedeutung.

Die Vorteile vom Smart Office

Smart Offices umfassen flexible Arbeitsbereiche, die offene sowie geschlossene Raumelemente vereinen. So soll auf die variierenden Bedürfnisse der Nutzer eingegangen werden: Stillarbeit sowie Konzentrationsphasen auf der einen Seite und kommunikativer Austausch sowie Raum für Kreativität und Innovation auf der anderen Seite. Arbeitsplätze sind frei wählbar und können vorab via App gebucht werden. Durch smarte Sensorik ist es außerdem möglich, Arbeitsplätze nach den individuellen Präferenzen der Mitarbeiter auszurichten. So können Helligkeit und Temperatur an das persönliche Wohlbefinden angepasst werden.

Auch das Thema Sicherheit spielt beim smarten Office eine tragende Rolle. Intelligente Rauch- und Wassermelder alarmieren im Notfall selbstständig die Feuerwehr. Dank Gesichtserkennungssoftware ist es möglich, nicht autorisierten Personen den Zutritt zu verwehren und Türen ferngesteuert abzuriegeln. Neuen coronabedingten Anforderungen wie dem Einhalten von Abstandsregelungen kann ebenfalls Abhilfe geschaffen werden: Smarte Sensoren können die Auslastung der Büroflächen sowie die Zugänge zum Office messen und bei Überbelegung Warnsignale absetzen. Ebenso ist es möglich, den Luftaustausch ferngesteuert zu regulieren.

Von großer Bedeutung ist auch der Nachhaltigkeitsaspekt. Durch intelligente Technologie können Energie- und Kosteneinsparungen erzielt werden. So gibt es beispielsweise Präsenzmelder, die eigenständig die Beleuchtung abschalten und die Heizung herunterregeln, sobald der letzte Mitarbeiter das Büro verlassen hat. Auch ist es möglich, durch smarte Technologie Defekte in der Gebäudeausstattung frühzeitig zu erkennen und zu beheben, sodass ein daraus resultierender Stromanstieg gar nicht erst entstehen kann.

Herausforderungen überwinden

Es ist wichtig, dass bei der Planung und Implementierung smarter Lösungen die Bedürfnisse der Mitarbeiter miteinbezogen werden und nicht an ihnen vorbeigeplant wird. Da über die Mitarbeiter viele Daten gesammelt und gespeichert werden, sollte die Geschäftsführung stets auf Transparenz und eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern achten. Ein Thema, das mit der Digitalisierung einher geht, ist natürlich auch der Datenschutz. Es sollte daher sichergestellt werden, dass nur mit zertifizierten Partnern und Techniken gearbeitet wird.

Cube Berlin – Das intelligenteste Bürogebäude Europas

Das momentan intelligenteste Bürogebäude Europas steht in Berlin. Im Frühjahr 2020 wurde das Cube im Zentrum Berlins eröffnet und setzt neue Maßstäbe in puncto Design und fortschrittlicher Technologie. Außen erinnert das Smart Building an moderne Kunst – ein gigantischer Würfel mit Spiegelfassade – und innen ist es ausgestattet mit der modernsten Gebäudetechnik. Rund 3800 Sensoren messen das Verhalten der Nutzer, erkennen deren Bedürfnisse und passen sich diesen an. So wird der Büroalltag vereinfachet, effizienter und angenehmer gestaltet. Doch damit nicht genug, dank intelligenter Sensorik und einer selbstlernenden Software ist das Cube komplett ressourcenschonend und energieeffizient. Gesteuert wird das smarte Bürogebäude über eine App, die eine Bandbreite an Funktionen umfasst: Digitaler Türzugang für Mitarbeiter, Regulierung von Beleuchtung und Temperatur, Raumbuchungen, Anschluss an Paket- und Lieferservice und vieles mehr.

Neue Arbeitskultur und steigende Nachfrage nach Digitalisierung

Die Arbeitswelt ist im Umbruch: Die Anforderungen der Nutzer an Büroräume haben sich verändert und auch die Corona-Pandemie bringt neue, ungeahnte Herausforderungen mit sich. Die Nachfrage nach Büroimmobilien mit guter digitaler Infrastruktur, die flexibel, reaktionsschnell und anpassungsfähig sind, wird immer größer. Unternehmen, die in puncto digitale Infrastruktur bislang eher schlecht aufgestellt waren, haben dies spätestens durch die Covid-19-Krise zu spüren bekommen.

Unternehmen investieren mehr in Digitalisierung und in den letzten Jahren hat sich auch die Skepsis der Büronutzer gegenüber modernen Office-Konzepten in Zustimmung umgewandelt, wie aus der aktuellen ZIA Digitalisierungsstudie hervorgeht. Vor allem die jüngeren Generationen, die Arbeitnehmer von morgen, sind der Digitalisierung gegenüber sehr offen und wünschen sich einen modernen Arbeitsplatz, der flexibles Arbeiten ermöglicht und durch zeitgemäßes Design sowie innovative Technologie ein komplett neues Arbeitserlebnis schafft.

Letztlich legen Smart Office-Konzepte also den Grundstein für eine vielversprechende Zukunft. Sie steigern die Attraktivität und damit gleichzeitig den Wert der Immobilie.

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