Urban Gardening: Der Schlüssel zu nachhaltigeren und grüneren Städten?

von | 12 Okt 2020 | Zukunftsthemen und Trends | 0 Kommentare

Sowohl regionale Produkte als auch Bio-Produkte sind die beiden Spitzenreiter der Foodtrends in Deutschland. Immer mehr Menschen im urbanen Raum möchten nicht auf ökologische Produkte und den Anbau eigener Gemüse- und Obstsorten verzichten. Jedoch ist der Platz in Städten gerade für landwirtschaftliche Flächen rar. Aus diesem Grund sie die Trends Urban Gardening, Urban Farming und Vertical Gardening immer häufiger anzutreffen.

Urban Gardening, Urban Farming und Vertical Farming: Wo liegen die Unterschiede und was sind die Vorteile?

Während Urban Gardening den Anbau für den Eigenbedarf auf dem Balkon oder im heimischen Garten beschreibt, meint Urban Farming größer angelegte landwirtschaftliche Flächen (z.B Brachflächen, Hausdächer oder Hauswände) in der Stadt, um auf kommerzieller Basis Produkte für eine größere Bevölkerungszahl zu liefern. Aufgrund des Platzmangels etabliert sich im besonderen Vertical Farming, also die vertikale Platzierung von Nutzpflanzen an Hausfassaden oder Vorrichtungen, als ein wichtiges, zukunftsfähiges Konzept. Es gibt zahlreiche Vorteile: Bewohner können beispielsweise aktiv ihre Umgebung mitgestalten, es wird der Entfremdung in der Nachbarschaft entgegengewirkt, da neue Kontakte geknüpft oder gepflegt werden können. Durch den eigenen Anbau wächst zudem die Wertschätzung für Lebensmittel, sodass Verschwendung minimiert werden kann. Des Weiteren können dank urbaner Landwirtschaft lange, umweltschädigende Transportwege eingespart und die Artenvielfalt erhalten werden. Letztlich werden die Immobilien sowohl für Anleger als auch für potenzielle Mieter attraktiver, da die Nachfrage nach nachhaltigen Gebäuden immer weiter ansteigt. Auch das Quartier profitiert durch diese Art von Gemeinschaftsflächen und wird belebter.

“In der Wiesen Ost”: Urban Gardening Siedlung in Wien als Vorreiter

Europas größte Urban Gardening Siedlung „In der Wiesen Ost“ ist in Wien zu finden. Seit 2016 entsteht das 7,7 Hektar große Areal unter dem Motto „Gärtnern in der Stadt“ und kombiniert Wohneinheiten mit der Idee des urbanen Gartenbaus. Vorgesehen sind ein großer Teich, Terrassen, Loggien sowie privat und gemeinschaftlich nutzbare Dächer, Gartenflächen und begrünte Fassaden. Das Objekt „In der Wiesen Ost“ gilt als innovatives und klimagerechtes Beispiel, welches verdeutlicht, wie Autofahrten zu Erholungsgebieten reduziert und somit der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann, da man direkt vor der eigenen Haustür Plätze vorfindet, an denen man sich entspannen kann.

Beispiele aus Deutschland

Auch in Deutschland sind urbane Gärten immer mehr vertreten. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise in einigen Städten wie Köln, Gelsenkirchen, Mönchengladbach und Düsseldorf Areale, die an die New Yorker Community Gardens der 1970er Jahre angelehnt sind. In den kommenden Jahren werden sich die Erdölvorräte auf der Welt stark verringern, auf denen unsere Nahrungsmittelproduktionen basieren. Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch die Urbanisierung. Durch Stadtgärten soll zum großen Teil die Selbstversorgung gesichert werden.
Um die Städte der Zukunft klimagerechter und grüner zu gestalten, sollten dementsprechend in Zukunft mehr Pflanzen sowohl in die Planung der Gebäude als auch in die des gesamten Quartiers integriert werden.
Ein Beitrag von Raphaela Engstler

Das könnte Sie auch interessieren:

Klimaschutz & Smart Home

Klimaschutz & Smart Home

Der Markt für Smart Home boomt. Immer mehr Menschen rüsten ihre Häuser nach oder inkludieren Smart Home Elemente bereits während des Baus. Durch eine intelligente Steuerung können Abläufe nachhaltig automatisiert werden und der Energieverbrauch optimiert und...

mehr lesen
Wie nachhaltig ist die Immobilienbranche?

Wie nachhaltig ist die Immobilienbranche?

Das Thema Nachhaltigkeit hat nach wie vor eine hohe Priorität für die Immobilienbranche. Nachhaltigkeit ist nichts, was aus der Mode kommt, sondern ein konstanter Megatrend, der jegliche Lebensbereiche berührt und ernstzunehmende Konsequenzen mit sich zieht, wenn er...

mehr lesen

Newsletter

Hinweis: Mit der Anmeldung zum Newsletter bestätige ich die Datenschutzerklärung.

Archiv

Exklusive Whitepaper

Als ANIMUS sind wir nicht nur Ihr Partner sondern verstehen uns auch als Knowledge Base für Sie. Profitieren Sie also von unseren exklusiven Whitepaper.

Europaring 60
40878 Ratingen

02012  – 30 591 30

info@animus.de