Corona-Pandemie: Drei Wohntrends, die von der Wohn- und Baubranche nicht vernachlässigt werden sollten

von | 8 Mrz 2021 | Zukunftsthemen und Trends | 0 Kommentare

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen darauf, wie wir unser Zuhause, das Arbeiten und (Zusammen-)Leben in urbanen Räumen definieren. Dadurch wurden verschiedene neue Wohntrends geprägt, die Oona-Horx-Strathern im Home Report 2021 zusammenfasst.

Wir konnten beobachten, wie es durch die Pandemie generell ruhiger und grüner in den Städten wurde. Mehr Leute fuhren mit dem Fahrrad, der Verkehr in den Städten nahm ab, am Himmel waren weniger Flugzeuge zu sehen. Alles drehte sich außerdem wieder mehr um das eigene Zuhause: Es wurde ausgemistet, neu eingerichtet und umgeräumt, Balkons und Gärten wurden verschönert. Kurzum, das Zuhause als Wohlfühloase rückte in den Vordergrund. Ebenso wurde der Arbeitsplatz kurzerhand in die eigenen vier Wände verlegt.

Parallel dazu fanden die Menschen wieder mehr Gefallen am Lokalen. Man lernte das, was man vor der eigenen Haustür hat, wieder mehr schätzen. Ebenso erlangte die Nachbarschaft einen neuen Stellenwert. Menschen halfen und unterstützten sich gegenseitig. Die Jüngeren gingen für die Älteren einkaufen und griffen tatkräftig unter die Arme.

Neue Wohntrends: wohnen und arbeiten nach Corona

Die Corona-Pandemie hat vieles durcheinander gewirbelt – alte Gewohnheiten aufgebrochen, verändert und komplett neue eingeführt. Auch die Wohn- und Baubranche muss sich nun diesen neuen Trendentwicklungen im Bereich Wohnen und Arbeiten stellen. Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Und welche Konsequenzen lassen sich daraus für die Branche ableiten? Oona Horx-Strathern nennt im Home Report 2021 des Zukunftsinstituts drei große Wohntrends, die sich während der Pandemie herauskristallisiert haben:

  1. Das Hoffice (Home + Office): Durch die Pandemie ist das Büro zum festen Bestandteil des eigenen Zuhauses geworden, sodass Wohn- und Arbeitsflächen zunehmend eins werden. Um mit dieser neuen Entwicklung umzugehen, sind vor allem zwei Aspekte gefragt: Flexibilität und Anpassungsfähigkeit – sowohl in der räumlichen Gestaltung als auch im Denken (Megatrend New Work).

  2. Das Zuhause als Wohlfühloase, als Ort der Ruhe und Entspannung: Aufgrund der Pandemie findet Urlaub nicht mehr vorrangig außer Haus, sondern vermehrt auch Zuhause statt. Dementsprechend wird es immer wichtiger, dass die eigenen vier Wände wohnlich und gemütlich gestaltet sind und Urlaubs-Feeling versprühen. Auch diese neuen Anforderungen muss die Wohn- und Baubranche verstärkt berücksichtigen (Megatrend Individualisierung).

  3. Als dritter Wohntrend werden private Räume im Freien wie der Balkon oder der eigene Garten beleuchtet. Durch die Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen haben eigene Outdoor-Bereiche stark an Bedeutung gewonnen. Folglich darf auch dieser Aspekt bei der Planung und beim Bau nicht vernachlässigt werden (Megatrend Individualisierung).

Nur wenn die neuen Bedürfnisse und Anforderungen der Bewohner berücksichtigt werden, gelingt es der Wohn- und Baubranche, die Attraktivität sowie den Wert von Immobilien nachhaltig zu sichern. Im Fokus darf dabei laut Oona Horx-Strathern nicht stehen, „wie wir zur Normalität zurückkehren, sondern wie wir planen und bauen können, um zur neuen Normalität voranzuschreiten.“

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